Am Anfang war es Licht und die Augen taten weh. Daraufhin wird ein Mensch geboren und das Säugling wusste nicht – woher es kommt, sein Hintergrund, sein Geschlecht, sein Glaube, sein Verhältnis zu anderen, all das war ihm fremd. All diese Vorstellungen werden erst durch sein Umfeld und seine gesellschaftliche Prägung in ihm verankert.

Infolge der Nahostkrise wurde Israel zu einem der am meisten gehassten Länder. Der Antisemitismus ist gestiegen und jüdische Menschen werden Zielscheibe des Hasses. Ihnen werden verbreitete Vorurteile und Eigenschaften zugeordnet: gierig, hinterhältig, erfüllt von Mordlust oder pervers. Es ist leider keine Seltenheit, auf Menschen zu stoßen, die genau diesen Glauben teilen.

Doch ergibt dieser Hass irgendeinen Sinn? Die ganze Gruppe den schuld geben ist nicht nur unvertretbar aber auch unlogisch. Eine Gruppe enthält Kinder und Minderjährigen und sie können selbstverständlich nicht verantwortlich gemacht werden. Darüber hinaus kann man sich seine Hintergrund nicht aussuchen und ist somit nicht dafür verantwortlich, wo man zur Welt kommt. Selbst wenn bestimmte Vorwürfe zuträfen, bedeutet das nicht das jeder einzelne Gruppemitglied dafür die Verantwortung trägt.

Das Phänomen des „tribalen Denkens“ hat sich dank der sozialen Medien rasant verbreitet und verstärkt den Hass gegen Minderheiten massiv. Dabei spaltet sich die Gesellschaft online nicht mehr nur nach politischen Überzeugungen, sondern in radikale, geschlossene Gruppen, die in einer Echokammer leben. In diesen virtuellen Stämmen verschwimmen Fakten und Meinungen, und komplexe globale Konflikte werden auf ein simplistisches „Wir gegen die Anderen“-Schema reduziert. Das Phänomen zeigt sich als eine kollektive Enthemmung, bei der Hetze und Vorurteile nicht mehr im Verborgenen bleiben, sondern durch ständige digitale Wiederholung zu einer scheinbaren Normalität werden.

Im September 2025 hing der Aushang rund vier Stunden lang in einem Geschäft im Flensburger Stadtteil Duburg

Dies ist mir nie klar geworden: Warum findet die Menschheit es notwendig, sich zu spalten? Warum ist Hass statt Liebe verbreitet? Der Grund, warum ich Tiere so riesig mag, besonders meine Hauskatze, ist ihre Inklusion. Sie sehen kein Geschlecht, keine Rasse, keine Farbe. Es ist ihnen egal, ob ich hässlich oder schön bin. Sie wertschätzen mich aufgrund meines Verhaltens und nicht meines Aussehens. Ich verstehe nicht, warum oft gesagt wird, die Menschen seien die Spitze der Pyramide und nicht umgekehrt. Menschen behaupten, intelligenter als Tiere zu sein, aber ist es wirklich intelligent, all unsere Werkzeuge fürs Töten und für den Hass einzusetzen und „die anderen“ zu hassen?

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